Schulkonzept

Pädagogisches Konzept der Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule

 

Unsere Ausgangslage

Unsere Schule nahm zunächst als Regionalschule der Stadt Wedel im Sommer 2009 nach der Zusammenlegung der ehemaligen Real- und der ehemaligen Hauptschule mit dem 5. Jahrgang ihre Arbeit auf. Sie präsentiert ein breites Spektrum an Lernmöglichkeiten für ihre Schülerinnen und Schüler und bereitet sie intensiv auf das Berufsleben oder den Übergang in weitere Schulbildungsgänge mit höheren Abschlüssen vor. Weiterhin sind wir DaZ-Zentrum und haben Flex- und Integrationsklassen eingerichtet. Seit Sommer 2014 ist die EBG Partnerschule für das kooperative Schultraining in Wedel. Die Stadt Wedel beantragte am 19.05.2011 die Umwandlung der Regionalschule in eine Gemeinschaftsschule. Die Schulkonferenz der Regionalschule Wedel sah vor dem Hintergrund des Schulwahlverhaltens Wedeler Eltern die Notwendigkeit der Schulartänderung (Umwandlung der Regionalschule in eine Gemeinschaftsschule). Aufwachsend von Klassenstufe 5 war die Regionalschule eine gebundene Ganztagsschule und führt dieses Modell in der Gemeinschaftsschule weiter. Außerschulische Kooperationspartner bieten hier ein breit gefächertes Ergänzungsangebot. Zusätzlich unterstützen eine Erzieherin und zwei Sozialpädagog/innen die schulische Arbeit mit Präventionsprojekten sowie individueller Beratung und Unterstützung in problematischen Situationen. Zurzeit werden 530 Schüler/innen in 25 Klassen und 3 zusätzlichen DaZ-Maßnahmen von 57 Lehrkräften unterrichtet. Unsere Schule ist eine Schule für alle Begabungen und ist aufstiegsorientiert ausgerichtet. Um die Schülerinnen und Schüler in ihrer Verschiedenartigkeit umfassend zu fördern, ihnen einen höchstmöglichen Schulabschluss zu ermöglichen und sie zur Übernahme von Verantwortung für sich selbst und in der Gesellschaft zu befähigen, bieten wir ihnen eine breite Palette von Angeboten und Maßnahmen. An unserer Schule werden alle Abschlüsse der Sekundarstufe I angeboten. Die Schülerinnen und Schüler werden bestmöglich auf einen Übergang in die berufliche Ausbildung oder den Übergang in eine gymnasiale Oberstufe vorbereitet. In den letzten Jahren wurde viel Kraft in die konzeptionelle Arbeit an unserer Schule investiert. Erarbeitete Konzepte werden stetig weiterentwickelt und verbessert. Es besteht eine Oberstufenkooperation mit der Gebrüder-Humboldt-Schule, einer Gemeinschaftsschule mit Oberstufe in Wedel.

 

 

Unser Leitbild

  1. Wir verstehen unsere Schule als Lern- und Lebensort.
  2. Wir, die Schülerinnen und Schüler, die Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und alle anderen Beteiligten tragen gemeinsam die Verantwortung für die Gestaltung unseres Schullebens. • Wir legen Wert auf eine angenehme Schulatmosphäre und orientieren uns an der Zielsetzung eines sozialen und gewaltfreien Miteinanders und pflegen respektvollen, von Teamgeist und Toleranz geprägten Umgang. • Wir arbeiten zusammen und helfen uns gegenseitig. • Wir fordern und fördern. • Wir arbeiten abwechslungsreich, lebensnah und zeitgemäß. • Wir bereiten durch individuelle Förderung und Differenzierung und Ausbildung von Sach-, Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenzen die Schülerinnen und Schüler darauf vor, ihr Leben selbstbestimmt und verantwortungsvoll zu führen. • Wir beziehen Präventionsprojekte in unsere schulische Arbeit ein.

 

Pädagogische Ziele

Aus unserem Leitbild ergeben sich folgende Ziele für unsere Arbeit: • Förderung des einzelnen Kindes in seinen individuellen Begabungen und Neigungen • Hinführung zum bestmöglichen individuellen Lernzuwachs auf der Grundlage eines partnerschaftlichen Lernens und Lehrens • Aufstiegsorientierte Angebote zum Erreichen des höchstmöglichen Schulabschlusses • Durchlässigkeit zwischen den Bildungsgängen • Stärkung der Grundlagenbildung mit Ausrichtung auf die Anforderungen zum Erreichen der Schulabschlüsse • Befähigung zum Übergang in eine gymnasiale Oberstufe durch leistungsorientiertes Angebot • Stärkung der Berufsorientierung/Verbesserung der Berufsreife • Befähigung zur Lebensbewältigung und Stärkung der Sozialkompetenzen • Angenehmes Schulklima durch gute Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften, Eltern und Schüler/innen sowie mit außerschulischen Partnern • Öffnung der Schule nach außen Wir wirken darauf hin, dass unsere Schüler und Schülerinnen sich freundlich, hilfsbereit, respektvoll, ehrlich und verlässlich verhalten und gesetzte Regeln und Absprachen der Klassen und der Schule einhalten. Wir erwarten, dass die Eltern und Erziehungsberechtigten zusammen mit allen Mitarbeitern unserer Schule bereit sind, dieses angemessene Verhalten und eine positive Einstellung zum schulischen Lernen zu entwickeln und zu fördern.

 

Formen gemeinsamen Lernens

In den Klassen 5 und 6 lernen die Schülerinnen und Schüler unabhängig von der Grundschulempfehlung gemeinsam miteinander unter Anwendung der Binnendifferenzierung.

Das Prinzip der Binnendifferenzierung bleibt auch ab Klasse 7 erhalten. Je nach personellen Ressourcen findet in Deutsch, Mathematik und Englisch je eine Wochenstunde in Doppelbesetzung statt. Gegebenenfalls können auch Förderstunden zur Vertiefung bzw. Verstärkung auf unterschiedlichem Niveau organisiert sein.

Der gemeinsame WPU-Unterricht ab Klasse 7 bietet unseren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit der Orientierung an ihren individuellen Lernvoraussetzungen und Neigungen.

Abschlussbezogene Klassenverbände sind lt. neuem Schulgesetz für neue Gemeinschaftsschuljahrgänge nicht mehr möglich.

Unsere pädagogischen Zielsetzungen erreichen wir durch unsere Unterrichtsprinzipien und Lernarrangements, die sich an den jeweiligen Ergebnissen und Befunden der empirischen Bildungsforschung orientieren. Dabei berücksichtigen und respektieren wir fachspezifische Unterschiede und Besonderheiten. Für uns wichtige Unterrichtsprinzipien sind: • Prinzip der Motivierung • Prinzip der Differenzierung • Prinzip der Erfolgssicherung • Prinzip der Schülerorientierung • Prinzip der Strukturierung Für uns wichtige Lernarrangements sind: • Schüler-Lehrergespräch • Kooperatives Lernen • Individualisiertes Lernen • Entdeckendes Lernen • Projektunterricht • Epochalunterricht

Ergänzt werden diese Unterrichtsprinzipien und Lernarrangements durch • die Einrichtung des DAZ-Zentrums. In diesem werden Schüler/innen unterrichtet, die ohne oder nur mit ganz geringen Deutschkenntnissen beschult werden müssen. • die flexible Ausgangsphase, in der Schülerinnen und Schüler beschult werden, die ein Jahr länger Zeit zum Erreichen eines Abschlusses bekommen (Flexklasse). • den Unterricht für Schülerinnen und Schüler mit den unterschiedlichen sonderpädagogischen Förderschwerpunkten in Integrationsklassen. Die Unterstützung erfolgt durch Förderschullehrkräfte. • Förderangebote, die sich am Bedarf und den jeweiligen Möglichkeiten orientieren. Hierzu gehört auch die Teilnahme an dem Förderprogramm „Niemanden zurücklassen“ mit den Bereichen „Lesen macht stark“ und „Mathe macht stark“ sowie Förderangebote für Legastheniker/innen in den Klassen 5 und 6 und Sprachkompetenzförderung für Schüler/innen mit Migrationshintergrund. • Einsatz von zusätzlichen Fachkräften in Klassen, in denen es erforderlich ist, um durch bestmögliche individuelle Förderung innerhalb des Unterrichts für alle Schülerinnen und Schüler den Zugang zum Lernerfolg zu erleichtern. • ein Wahlpflichtangebot (WPU), das jedem Schüler und jeder Schülerin ermöglicht, nach Neigung Fächerschwerpunkte auszuwählen. • ein Spiralcurriculum zum Methodentraining „Lernen lernen“. In der Einführungswoche der fünften Klassen werden grundlegende methodische Kompetenzen nach Enger vermittelt. Diese werden in den Klassenstufen fünf, sechs und sieben weitergeführt und vertieft. Dadurch wird die Umsetzung der Inhalte institutionalisiert und zur Routine in der schulischen Arbeit. Alle Fachlehrer sind gehalten, die individuellen methodischen Kompetenzen für das jeweilige Unterrichtsfach einzusetzen und zu vertiefen, sodass die Schülerinnen und Schüler die erworbenen Kompetenzen fachspezifisch anwenden können. Die Fachkonferenzen verständigen sich auf die jeweiligen fachspezifischen Methoden. Ab der Klassenstufe acht wird das Methodentraining nicht mehr extra ausgewiesen, sondern gänzlich in den Fachunterricht integriert. Es besteht die Möglichkeit zu verschiedenen Themen (Medienkompetenz, Präsentation, Projektplanung und Bewerbungstraining) Methodentage durchzuführen. Diese orientieren sich an den Bausteinen nach Enger.

Beispiele für 5. Klassen

Hefte und Ordner führen Checklisten Konzentrationsübungen Mein Arbeitsplatz/ Schreibtisch Mind-Mapping Effektiv lernen I Effektiv lernen II Mündliche Mitarbeit I Gruppenarbeit I Gruppenarbeit II Hausaufgaben Lesetechniken

Unsere pädagogische Zielsetzung erreichen wir zusätzlich durch die Teilnahme an außerschulischen Aktivitäten, zum Beispiel: • Känguru-Mathematikwettbewerb, Fotowettbewerbe, Jugend-trainiert-für-Olympia, Umweltschutzprogramme, Programme zur Berufsorientierung • die Möglichkeit eines Austauschprogramms mit einer Partnerschule in Frankreich und Istanbul sowie das Angebot einer Studienfahrt nach England mit Aufenthalt in Familien

Lehrereinsatz / Teamarbeit

Unsere Schülerinnen und Schüler werden innerhalb der Klassen in den Klassenstufen von Lehrkräften verschiedener Laufbahnen unterrichtet.

 

 

Fachleistungsdifferenzierung

Die unterrichtliche Arbeit orientiert sich an den Bildungsstandards und Lehrplänen. Inhaltliche und methodische Schwerpunkte sowie die unterschiedlichen Anspruchsebenen werden in den von Fachkonferenzen erstellten Curricula festgelegt. Ebenso werden dort Bewertungsmaßstäbe auf Basis der Ü-Skala festgelegt. Bei der Entscheidung über den zu erwartenden Abschluss in der Sekundarstufe I betrachten die Konferenzmitglieder jede Schülerin und jeden Schüler individuell hinsichtlich des Lernverhaltens, der Selbstkompetenz, der Leistungsfähigkeit und der Lernentwicklung. Dazu sind insbesondere folgende Aspekte und Kriterien zu überprüfen: • Fachzensuren (Die Fachkonferenzen haben fachspezifische Kompetenzen benannt, die zur Prüfung und Leistungsbeurteilung herangezogen werden sollten) • Zensurenentwicklung • Selbstkompetenz und Lernverhalten

Die Klassenkonferenz beurteilt ab Klasse 7 jeweils zum Schuljahresende, ob ein Wechsel der Anspruchsebenen möglich bzw. erforderlich ist.

 

Fächerkanon, Lernbereiche

In den Klassen 5 bis 7 werden Naturwissenschaften als fächerübergreifendes Fach NaWi binnendifferenziert unterrichtet. Ab Klasse 8 wird in Biologie und Physik binnendifferenziert i.d.R. epochal unterrichtet. Das Fach Chemie wird ab Klasse 9 mit 2 Wochenstunden erteilt.

In den Klassen 5 bis 7 wird Weltkunde unterrichtet. Ab Klasse 8 wird der Unterricht im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften leistungsdifferenziert erteilt. Im Bildungsgang für den mittleren Abschluss werden Geschichte und Erdkunde i.d.R. epochal unterrichtet. Im Bildungsgang für den Hauptschulabschluss wird weiterhin Weltkunde erteilt. In Klassenstufe 8 wird eine Stunde Berufsorientierung implementiert.

Wahlpflichtunterricht (WPU)

In den Klassenstufen 7 bis 10 wählen die Schülerinnen und Schüler zusätzlich zum Kernunterricht vier Stunden im Wahlpflichtunterricht. Ab Klasse 9 kommt ein zweiter zweistündiger Wahlpflichtkurs hinzu. Auch bei einer Neukonzeption des Fächerverbundes bleibt der Wechsel an eine Gemeinschaftsschule mit Oberstufe bzw. ein Gymnasium möglich. Unsere Übergangszahlen der letzten drei Jahre belegen dieses auch.

 

 

Fachkonferenzarbeit

Da die Fachkonferenzarbeit zentrales Forum der Unterrichtsentwicklung ist, muss gewährleistet werden, dass alle Kolleginnen und Kollegen daran beteiligt sind. Jede Lehrkraft ist Mitglied von mindestens zwei Fachkonferenzen.

Die Aufgaben unserer Fachkonferenzen: • Erstellung des schulinternen Fachcurriculums sowie dessen Evaluation • Festlegung von lerndiagnostischen Maßnahmen innerhalb des Faches • Grundsätze der Differenzierung nach Leistungsniveaus und Arbeitsformen • Festlegung von Formen und Anzahl der Leistungsnachweise sowie aller weiteren Kriterien zur Leistungsbeurteilung • Festlegung von Zuweisungskriterien zu den Leistungsniveaus und Bildungsgängen • Abstimmung über Unterrichtsmaterialien / Verwaltung des Etats • Konkretisierung des Beitrages des Faches zur Berufsorientierung • Konkretisierung des Beitrages zum fächerübergreifenden Arbeiten • Fortbildungsplanung

Die Ergebnisse der Vergleichsarbeiten und zentralen Abschlussprüfungen werden in den Fachkonferenzen erörtert. Am Ende des Schuljahres analysieren die Jahrgangs- und Fachkonferenzen die Ergebnisse ihrer Lerngruppen. Grundlage dafür sind die Leitfäden • zur Nutzung der Ergebnisse von Vergleichsarbeiten und • zur Nutzung der Ergebnisse zentraler Prüfungen.

Bei fächerübergreifendem Vorgehen bzw. bei Zusammenfassung von Fächern zu neuen Lernbereichen werden Fragen des Lehrplanbezugs eingehend erörtert. Die Fachkonferenzen treffen diesbezüglich verbindliche Absprachen.

 

Leistungsbeurteilung

Leistungsmessung und -dokumentation wird durch die Fachkonferenzen im schulinternen Fachcurriculum konkretisiert.

 

Möglichkeiten sind

  • Unterrichtsbeiträge und Klassenarbeiten • Kompetenzraster in einzelnen Fächern • Projektarbeiten • Lernentwicklungsberichte • Portfolio

Differenzierte Leistungsnachweise

Klassenarbeiten und sonstige Leistungsnachweise werden nach den Anspruchsebenen der Bildungsgänge differenziert.

Zeugnisse

Ab Klasse 5 werden Notenzeugnisse zu jedem Zeugnistermin erteilt (Beschluss der Schulkonferenz vom 14.1.2015). In jedem Zeugnis erhalten die Schülerinnen und Schüler in ausgewiesenen Fächern niveaubezogene Noten (Orientierung mit der Ü-Skala) und Rückmeldungen zu ihrem Lern- und Sozialverhalten. Schüler und Schülerinnen mit anerkanntem sonderpädagogischen Förderbedarf erhalten grundsätzlich ein Notenzeugnis. In den Fächern, in denen sie nach ihrem Förderschwerpunkt benotet werden, erhalten sie einen Bericht.

In welcher Weise Rückmeldungen zum Lern- und Arbeitsverhalten auch zum Aufbau unserer Feedbackkultur bei Schüler- und Elternsprechtagen genutzt werden, wird die Erarbeitung unseres Förderkonzeptes ergeben.

 

Förderkonzept

Unser pädagogisches Konzept ist insgesamt orientiert an der Förderung der einzelnen Schülerinnen und Schüler. Alle unsere Einzelkonzepte (Ganztagskonzept, Konzept zur Berufsorientierung, Methodenkonzept, Präventionskonzept, WPU-Konzept) orientieren sich am Ziel der individuellen Förderung, greifen ineinander und bilden gemeinsam das Förderkonzept. Derzeitige verbindliche Förderangebote für unsere Schülerinnen und Schüler sind: Förderbereiche Klassenstufe Lesekompetenz „NZL-Lesen macht stark“ Jede 5. Klasse Sprachkompetenz Englisch Mathematik Lese-Rechtschreibschwäche Klassenstufe 5 Lesekompetenz „NZL-Lesen macht stark“ Sprachkompetenz Englisch Mathematik Lese-Rechtschreibschwäche Klassenstufe 6 Sprachkompetenz Englisch Mathematik „NZL-Mathe macht stark“ Klassenstufe 7 Mathematik „NZL-Mathe macht stark“ Vergleichsarbeiten 8 Klassenstufe 8 Mathematik Klassenstufe 9 Vertiefungskurs Mathematik Optional: Teilnahmegelegenheit an Wettbewerben (Foto, Sport, Mathematik, …)

Fortbildungsplanung

Im Kontext unserer Förderkonzeptentwicklung werden wir unsere bisherige Fortbildungsplanung und -praxis an die Bedarfe der Schule und Bedürfnisse der Lehrkräfte ausrichten. Dabei werden wir uns an folgenden Schritten orientieren: • Grundsätze zur Fortbildungsplanung • Ermittlung des Fortbildungsbedarfs • Konkrete Planungen zur Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen • Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen • Anwendungen von Fortbildungsergebnissen • Evaluation

Die Evaluation unseres Konzeptes erfolgt im Rahmen unserer Jahresarbeitsplanung.

 

Präventionskonzept

Das Präventionskonzept der Schule soll die Lebenskompetenz der Schülerinnen und Schüler stärken und deren Eltern und Lehrkräfte in ihrer Erziehung und Begleitung der Jugendlichen unterstützen. Es trägt zur Förderung eines positiven Schulklimas bei. Die Umsetzung des Konzeptes kann die Voraussetzung für einen positiven Unterricht schaffen und die Wissensvermittlung erleichtern sowie die Lernkompetenz der Schülerinnen und Schüler fördern. Das Konzept soll langfristig helfen, Lernprobleme und/oder Lernversagen zu vermeiden und die Stärken der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Schülerinnen und Schüler sollen angstfrei die Schule besuchen können. Eine offene Atmosphäre fördert ihre Mitwirkung. Das Präventionskonzept ist eng mit der Schulsozialarbeit vernetzt. Für die Unterstützung bei sozialen Problemen wurden zwei Sozialpädagoginnen und eine Erzieherin von der Stadt Wedel eingestellt. Ein Rahmenkonzept zur Schulsozialarbeit liegt vor und wird fortlaufend evaluiert. Schwerpunkte dabei sind Beratung und präventive Arbeit. Das entwickelte Präventionskonzept ist für die Jahrgangsstufen verbindlich. Das Konzept enthält keine im Lehrplan vorgesehenen Themen.

 

Klassenstufe 5 Klassengemeinschaftstage Anti-Mobbing-Training 4 Projekttage im Schuljahr
Schüler/innenvertretung (SV)
Klassenrat 1 Stunde pro Woche
Zahnpflege 1 Tag
Umgang mit Medien, Teil 1 1 Tag
Klassenstufe 6 Umgang mit Medien, Teil 2 1 Tag + Elternabend
Sexualerziehung, AIDS, Verhütung
Zahnpflege 1 Tag
Klassenstufe 7 Drogenprävention 2 Tage + Elternabend
Sexualerziehung
Klassenstufe 8 Bus-Engel (für 10 SuS aus Jg.8) 20 Stunden
Theaterstück
Klassenstufe 9 Wedeler Berufsstartmodell
Klassenstufe 9/10       Sexualerziehung 2 Stunden

Weitere (auch geplante) Projekte für verschiedene Klassenstufen: • Be smart (Anti-Raucherprogramm) • Elternschaft auf Probe • Gefangene helfen Schülern (Santa Fu in Kooperation mit Rotary-Club) • Stand up (Mobbingopfer stark machen) • SOKO/ Polizeipate (Sensibilisierung Abziehen)

Die Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule wurde 2013 als Präventionsschule ausgezeichnet.

 

Ganztagskonzept

Die Kollegien beider früheren Schulen beschlossen, den gemeinsamen Schulstart 2009 als gebundene Ganztagsschule zu beginnen. Als eine der drei ersten Schulen des Landes erhielt die Regionalschule Wedel die Genehmigung nach einem neuen Modell. Zielsetzung für die gebundene Ganztagsform:

  • Verbesserung der Bildungschancen, Abbau von Benachteiligung und Ausgleich ungleicher Voraussetzungen / Lebensbedingungen bei unseren Schüler/innen • Verknüpfung von Bildung, Erziehung und Förderung, dabei gleichzeitig Förderung individueller Neigungen und Fähigkeiten zur Weiterentwicklung und Stärkung der Persönlichkeit • Überwindung der lt. PISA gegebenen Korrelation zwischen sozialem Status der Elternhäuser/ familiärer Herkunft und schulischer Leistung • Angebot einer qualifizierten Betreuung über die eigentliche Unterrichtszeit hinaus, besseres Einbinden in die Schulgemeinschaft als „Haus des Lebens und Lernens“, Ausbau und Stärkung sozialer Kompetenzen und Integration • Stärkung des Profils und der Schulqualität durch Angebote außerschulischer • Kooperationspartner • Standortfaktor für Familien

Ablaufplanungen und Ressourcen Schulzeit Mo – Do 8°° – 16°° Uhr ( 32 h ) Fr 8°° – 13°° Uhr ( 5 h ) Für diesen Zeitraum wird für jede Klassenstufe ein Tagesablaufplan im Wechsel von Arbeits- und Erholungsphasen (Belastungs- und Entlastungsphasen) erstellt.

Entsprechend der Mitteilung vom 22.6.2011 aus dem Ministerium haben wir folgendes entschieden: • Als kurzer Tag bleibt der Freitag. • An den langen Tagen gestalten wir in der 9. Stunde ein offenes Ende. Wir ermöglichen den Eltern, auch für einzelne Tage, ihr Kind schriftlich anzumelden.

Neben dem Fachunterricht bieten wir folgende Angebote. Förderunterricht* Arbeitsgemeinschaften* Klassenlehrerstunden/Klassenrat* Betreute Freiarbeit* Schulaufgabenbearbeitung* Lernplanarbeit * Mediotheknutzung Freizeitpädagogische Angebote Aktivitäten durch Angebote von Kooperationspartnern Beaufsichtigte Freizeit Mittagessen Die mit * gekennzeichneten Angebote werden vorrangig durch Lehrkräfte abgedeckt. Bis auf das Mittagessen sind die Angebote für Eltern kostenfrei. In einer regelmäßigen Arbeitsgruppe mit den Kooperationspartnern wird die Umsetzung geplant und strukturiert. Dazu bieten wir unterstützende Angebote an, wie z.B. Erste Hilfe, Qualifizierungsmaßnahmen u.a.

Die uns derzeit zur Verfügung stehenden Kooperationspartner aus Vereinen, Verbänden und Institutionen sowie die freien Mitarbeiter sind in der Ganztagsbroschüre aufgeführt.

Erforderliche Zeitausstattung je Lerngruppe

  1. und 6. Jahrgang Fachunterricht durch Lehrkräfte 29 h d.h. 21,75 Zeitstunden Zusätzliche Angebote durch LK 6 h d.h. 4,5 Zeitstunden

7.-10. Jahrgang Fachunterricht durch Lehrkräfte 31,5 h d.h. 23,625 Zeitstunden Zusätzliche Angebote durch LK 3,5 h d.h. 2,625 Zeitstunden Zeitliche Abdeckung für nicht von Lehrkräften leistbare Zeitspannen erfordert 43 Stunden pro Jahrgang durch außerschulische Partner für angenommene 4 Lerngruppen.

Notwendige Differenzierungsangebote/-maßnahmen erfordern einen Extra- Bedarf von ca. 10 Stunden pro Jahrgang.

Schulträger, Schule und Schulaufsicht verpflichten sich zur regelmäßigen Evaluation.

 

Berufsorientierung

In der Verschiedenartigkeit der Schülerinnen und Schüler liegen auch unterschiedliche Chancen, im Anschluss an den Schulabschluss ihren Weg weiter gehen zu können. Als besonderen Schwerpunkt unserer Arbeit sehen wir daher die Berufsorientierung, damit unsere Schülerinnen und Schüler im Anschluss an den Besuch unserer Schule sicher in eine Ausbildung gehen oder über weiteren Schulbesuch einen höheren Schulabschluss erreichen können. Sehr erfolgreich sind unsere Absolventinnen und –absolventen mit dem Mittleren Schulabschluss, die mit einem Anteil zwischen 35-50 % in die gymnasiale Oberstufe wechseln. 40 % der Hauptschulabsolventinnen und -absolventen wechseln in einen weiterführenden Bildungsgang. Zur Unterstützung und Beratung bei der Berufsfindung arbeiten ein Coach (Träger Groneschule) und eine Erzieherin mit den Abgangsschülerinnen und -schülern der Flex- und Hauptschulklassen. Die Auswertung der Entwicklung unserer Abgangsdaten zeigt deutlich, dass der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit HS-Abschluss, die in die berufliche Ausbildung gehen, deutlich gesteigert werden konnte. Der Anteil der Jugendlichen, die ohne eine berufliche Vorstellung sind, konnte gesenkt werden. Mit der Agentur für Arbeit wurde ein Kooperationsvertrag geschlossen.

Grundsätzlich findet die Umsetzung der Querschnittaufgabe Berufsorientierung in allen Fächern und Jahrgangsstufen statt. Hinzu kommt das Handlungskonzept „PLUS“ Schule / Arbeitswelt, das für die Schülerinnen und Schüler verbindlich ist.

ab Klasse 5: – girls day und Neue Wege für Jungs

ab Klasse 7: – Einführung in die Programme der Agentur für Arbeit – Potentialanalyse, Berufsfelderprobung

ab Klasse 8: – Einsatz von „Zeitspendern“ im WPU-Bereich Technik/Werken – 14-tägiges Betriebspraktikum – Berufsfelderprobung – Besuch von Berufsmessen – Zusammenarbeit mit den Berufsberatern der Agentur für Arbeit – BIZ-Besuche

in Klasse 9: – 14-tägiges Betriebspraktikum – Besuch von Berufsmessen – Elternabend „parentum“ – intensives Bewerbungstraining mit Externen, z.B. AOK, DAK, Barmer – Unterstützung der Hauptschulabgänger/innen durch den „Rotary-Club Wedel“ in der Übergangsphase Schule – Beruf – individuelle Laufbahnberatung durch Lehrkräfte, Sozialpädagogen, die Agentur für Arbeit und die Koordinatorin der Schule – Betreuung der Flex-Klasse durch Coach (extern) und Erzieherin

in Klasse 10: – individuelle Beratung durch die Berufsberaterin der Agentur für Arbeit in der Schule – Besuch von Informationsveranstaltungen weiterführender Schulen (Informationsveranstaltungen auch innerhalb der Schule, Probetage) – Auffrischung Bewerbungstraining z.B. „Accessment Center“, AOK

 

 

Evaluation

Unsere Konzepte werden regelmäßig in Lehrerkonferenzen und Fachkonferenzen evaluiert. Die Schulkonferenz erhält jährlich im Rahmen des Rechenschaftsberichts der Schulleitung wesentliche Evaluationsergebnisse und Weiterentwicklungsvorschläge.

Die Entwicklung, Umsetzung und Evaluation unseres pädagogischen Konzepts wird durch das IQSH unterstützt und begleitet.

Das Konzept wurde im Januar 2014 aktualisiert. Die von der Schulkonferenz am 09.01.2014 beschlossene Konzeptänderung wurde eingearbeitet.

Das Konzept wurde erneut im Januar 2015 aktualisiert und die von der Schulkonferenz am 14.1.2015 beschlossene Änderung wurde eingearbeitet.

Wedel, den 16.01.2015

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Tel: 04103-912160
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